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Zur Mandelblüte nach Bad Bergzabern

veröffentlicht am Sa., 28.03.2026
geschrieben von Alexander Weißgerber
Inhaltsverzeichnis
2026
19.
Mär.
2026
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Vom 19. Mär. 2026 bis 22. Mär. 2026

Jedes Jahr im März lockt die Mandelblüte zahlreiche Besucher in die Pfalz. Auch wir sind dem Charme der rosafarben blühenden Bäume, die den offiziellen Mandelweg säumen und die hübschen Fachwerkorte beleben, bereits zum zweiten Mal erlegen.

Verbrachten wir im vergangenen Jahr lediglich gut eineinhalb Tage hier, sollte es 2026 ein Aufenthalt mit deutlich mehr Zeit und Möglichkeiten werden. Wir hatten wundervolle Tage bei nahezu perfektem Wetter mit vielen tollen Erlebnissen.

Eine schnelle Entscheidung

Im Januar sprachen Birgit und ich darüber, ob wir nach dem Wochenende im März 2025 auch dieses Jahr erneut zur Mandelblüte in die Pfalz fahren wollen. Ohne viel Tamtam fiel die Entscheidung, nicht nur eine Übernachtung zu planen, sondern auch direkt einen Tag des noch vorhandenen Resturlaubs aus dem letzten Jahr zu nutzen und mehrere Tage am Pfälzer Mandelpfad zu verbringen.

Die Strecke in die Pfalz ist gar nicht weit. Das ermöglicht es uns, selbst über Landstraße innerhalb von gut zwei Stunden ans Ziel zu kommen. Es führte schon zum Zeitpunkt der Unterkunftsbuchung zu unserer Entscheidung, bereits Donnerstag Abend loszufahren und eine Nacht länger zu bleiben. Damit hatten wir den ganzen Freitag zu unserer freien Verfügung.

Kurze Befürchtung: Die Reise fällt ins Wasser

Bevor es losging kam kurz die Befürchtung auf, dass aus gesundheitlichen Gründen die erste Tour des Jahres ausfallen oder zumindest verkürzt werden müsse. Obwohl ich wahrlich selten krank bin überkam mich am Dienstag Nachmittag ein Anflug einer Erkältung, so dass ich nach exakt acht Stunden Arbeit schnellstmöglich den Weg vom Büro heimwärts antrat und den Rest des Abends auf dem Sofa und im Bett verbrachte. Der Mittwoch Morgen war nicht besser, zudem quälten mich auch noch heftige Kopfschmerzen, so dass ich nicht arbeiten ging und stattdessen im Bett blieb. Ein wenig Medizin, viel Gesundheitstee und einige Schmerz- und Gesundheitstabletten später wurde es am Abend halbwegs erträglich.

Früh ins Bett gegangen ging es mir am Donnerstag Morgen glücklicherweise deutlich besser. Ich konnte Arbeiten, einen Berg an E-Mails bewältigen der sich am Vortag angehäuft hatte und war glücklich, dass ich wieder fit war.

Donnerstag: Anreise bei wunderschönem Sonnenuntergang

Birgit kam am Donnerstag pünktlich um kurz nach 18 Uhr heim. Bis dahin hatte ich den Audi gepackt – es sollte die erste Tour mit dem neuen Auto werden. Wir hatten total Lust mit dem neuen Cabrio endlich die Saison zu eröffnen und zum anderen war die Corvette sowieso noch in der Werkstatt, um für das neue Jahr fertig gemacht zu werden.

Es war alles bereit und somit konnten wir um zirka 18:30 Uhr starten. Die Pfalz liegt von uns aus gesehen Richtung Westen. Wir nahmen also die Landstraße und fuhrem dem Sonnenuntergang entgegen. Desto später der Abend wurde, umso schöner wurde der Himmel. Ein Farbenspiel, beginnend mit tiefem Rot direkt unten am Horizont, übergehend ins gelbliche bis hin zu türkisfarbenem Himmel der schon bald die ersten Sterne offenbarte.

Schließlich kamen wir gut zwei Stunden später an unserem vermeintlichen Ziel an. Zu unserer Verwunderung gab es hier jedoch nicht das erwartete Weingut, auf dem wir übernachten wollten.

Déjà-vu an das Piemont

Ein Blick auf die Karte und in den Kalendereintrag offenbarte den Fehler. Aus unerfindlichen Gründen hatte ich den Ortsnamen unserer Unterkunft falsch gespeichert. Zu meinem Glück war das Missverständnis gering und das richtige Ziel war nur gute drei Kilometer entfernt.

Ein ähnlicher Fehler ist uns auch im letzten Jahr im Piemont unterlaufen und auch dort waren es zum glücklicherweise nur wenige Kilometer Unterschied. Damals war die Ursache eine missverständliche Adressangabe, denn die Italiener haben andere Adressen als wir. Nichts desto trotz kam es uns wie eine Wiederholung vor. Da es alles nicht schlimm war hatten wir Grund zum Lachen und gleichzeitig eine schöne Erinnerungen an den herrlichen Sardinien-Urlaub.

Ruhiger Ausklang des Tages mit einem Glas regionalem Wein

Für die drei Übernachtungen in der Ferienwohnung Weingut & Destillerie Bernd Klein in Pleisweiler-Oberhofen hatten wir bereits ein wenig Proviant mitgenommen. Das hieß, für Donnerstag Abend gab es ein selbstgebackenes Fladenbrot, etwas Antipasti, Käse und dazu unseren sogenannten Hauswein. Zu unserer Freude konnten wir uns jedoch direkt vom Vermieter einen Wein nehmen und damit das lokale Getränk zu unserem Abendessen genießen.

Mandelblüte in der Pfalz

Die Mandelblüte ist offiziell von Ende Februar bis Anfang April. Dieser Zeitraum kann selbstverständlich auch früher oder später sein, es ist also auch ein wenig Glück gefragt, wann man in die Pfalz fährt um an den Veranstaltungen teilzunehmen oder einfach nur das Wunder der Natur zu genießen.

Schwierig ist es in sofern, dass Unterkünfte bereits im Vorraus gebucht werden müssen, da sonst nur noch die kostenintensiven Übernachtungsmöglichkeiten bleiben, weil diese weniger schnell ausgebucht sind.

Eine gute Übersicht zu Unterkünften, Veranstaltungen, Aktivitäten und allem was sonst noch von Interesse rund um die Pfälzer Mandelblüte sein könnte, bietet die offizielle Webseite vom Pfalz Touristik e.V.: www.mandelbluete-pfalz.de

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Gedeckter Tisch in einem Wohn-/Esszimmer
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Frühstückstisch

Freitag: Bad Bergzabern und "Rosa Nacht Tour"

Nach einer entspannten Nacht starteten wir am Freitag Morgen mit unserem ebenfalls mitgebrachten Frühstück in den Tag. Es versprach bestes Wetter zu werden, wenn auch ein wenig frisch, doch das die Sonne schien war Grund genug zur Freude.

Unsere Planung sah vor, von Pleisweiler-Oberhofen über die Weinberge nach Bad Bergzabern zu wandern und uns zunächst den Ort anzuschauen. Für den Abend hatten wir Karten reserviert, um an der sogenannten "Rosa Nacht Tour" teilnehmen zu können.

Bad Bergzabern – Kleiner Ort mit schönen Villen

Gut gestärkt, Proviant für unterwegs eingepackt, stiefelten wir los. Das Vorland des Pfälzer Waldes ist bereits recht hügelig und das merkten wir schnell. Es ging bergauf und bergab, was natürlich gleichzeitig auch für tolle Ausblicke auf die Umgebung und Örtchen sorgt. Auf dem Weg nach Bad Bergzabern kamen wir am Kloster Liebfrauenberg vorbei. Heute ein Pferdehof der von einem privaten Besitzer aufwendig umgebaut wird. Schön anzusehen, doch aktuell für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Weiter ging es zum westlichen Ende von Bad Bergzabern. Hier bewunderten wir tolle alte Villen, holten uns ein Eis, schlenderten durch den Kurpark und machten etwas später Halt für einen Snack am Schwanenweiher. Schwäne gab es keine, dafür idyllische Ruhe.

Fit für die zweite Tageshälfte bewegten wir uns Richtung Stadtzentrum. Währenddessen stellten wir fest, dass wir zuvor falsch abgebogen waren und entschieden, mit ein paar Schlenkern vorbei am Dicken Turm noch einmal Richtung Villa am Zickzack zu laufen. Im Prinzip nichts besonderes und auch nicht von innen zu besichtigen, doch ein tolles Anwesen mit schönem kleinen Park vor einem wunderschönen Gebäude. Als wir auch das gesehen hatten ging es zurück ins Zentrum und wir bekamen Lust auf einen Kaffee. Eine kurze Recherche dirigierte uns zum Café Das neue Herzog. Selbstgebackener Kuchen, guter Kaffee, ein Platz an der Sonne auf der Fußgängerzone, einfach Zeit um ein wenig auszuspannen, die Füße auszuruhen und einfach zu genießen.

Die "Rosa Nacht Tour" – Mit einem Oldtimerbus entlang des Mandelpfads

Langsam aber sicher rückte unser Abendprogramm näher. Wie bereits erwähnt, hatten wir Karten für die "Rosa Nacht Tour". Nach einem – wenig schmeichelhaften – Abendessen hieß es in einem Oldtimerbus Platz zu nehmen. Es handelte sich um einen Kässbohrer Setra S9 aus 1966 mit sagenhaften 125 Pferdestärken aus einem V6 Diesel. Diese aus heutiger Sicht wirklich ärmliche Leistung hatte auf der Fahrt durch die hügelige Landschaft wirklich ihr Tun. Wie das vor 60 Jahren gewesen sein muss, mit solch einen Bus über die Alpen nach Italien zu reisen, vermag ich mir gar nicht vorzustellen.

Doch genau das ist es, was den Reiz dieser alten Fahrzeuge ausmacht. In eine Zeit zurückversetzt zu werden in der alles noch ein wenig langsamer lief und der Fortschritt zwar groß und spübar war, doch mit der heutigen Zeit noch nicht vergleichbar. Es machte unheimlich viel Spaß mit dem Bus durch die Nacht zu fahren, markante Gebäude rosa beleuchtet zu sehen und zwischendurch an verschiedenen Stationen Halt zu machen.

So wurde uns Einlass in die St. Dionysius Kapelle bei Nacht gewährt, wir bekamen eine Kostprobe regionaler Weine, konnten einem improvisierten pfälzerischen Theaterstück beiwohnen und auch lokal erzeugten Mandellikör probieren. Zum Abschluss bekamen wir einen kurzen Einblick in die Produktion von Pralinen und Trüffeln als auch hier eine Probe.

Die Tour begann um 17:30 Uhr mit dem Essen und zurück nach der Fahrt und all den Stationen waren wir gegen 23 Uhr. Jetzt hieß es noch zurück nach Pleisweiler-Oberhofen zu laufen. Es hatte schon kräftig abgekühlt und wir hatten noch etwa zweieinhalb Kilometer zu Laufen vor uns. Die Kälte trieb uns schnell voran, so dass wir bereits etwa dreißig Minuten später in der Ferienwohnung ankamen und ziemlich müde und erledigt ins Bett fielen.

Ein wirklich gelungener Tag mit einem besonderen Abend der uns Wissenswertes über die Mandel, den Weinbau als auch die Kultur und Geschichte der Pfalz vermitteln konnte.

Samstag: Burgruine, Mandelblüten und ein teuflischer Tisch

Der Freitag war bereits super und die Aussichten für Samstag waren nicht weniger vielversprechend. Schon am Morgen zeigte sich die Sonne von ihrer besten Seite und sorgte für gute Laune. Einen groben Plan für den heutigen Tag gab es bereits, doch es sollte auch ein wenig improvisiert werden.

Wissenswertes zur Mandel

Die Mandel gehört zur Gattung der Rosengewächse. Entgegen der häufigen Annahme ist die Mandel keine Nuss sondern eine Steinfrucht, gehört also botanisch korrekt zum Kernobst.

Grundsätzlich wird zwischen drei Formen der Mandel unterschieden, wobei die wichtigsten die Süßmandel und die Bittermandel sind. Dabei ist lediglich die Süßmandel zum direkten Verzehr geeignet. Glücklicherweise lässt sich das zunächst an der Farbe der Blütenblätter erkennen:

  • weiße Blüten sind Süßmandeln
  • rosa Blüten bedeutet Bittermandeln.

Die Blütenpracht ist zur Zeit der Ernte jedoch wieder verschwunden. Somit kann zur Zeit der Ernte im September nicht mehr anhand der Blütenfarbe unterschieden werden, ob die Früchte essbar sind oder nur unter besonderer Anwendung Verwendung finden können. Das heißt also, wenn im Frühjahr ein Baum mit weißen Blüten gefunden wurde muss man sich den Standort merken, um zur Erntezeit den richtigen Baum zu erwischen.
Ein weiteres Merkmal ist die unter der weichen Schale befindliche zweite Schicht. Diese muss relativ glatt sein und nur wenige Löcher haben, dann ist es ebenfalls eine süße Frucht und somit genießbar.

Wanderung zur Ruine Burg Landeck

Nach dem Frühstück hatten wir vor zur Burg Landeck zu wandern. Damit verbunden war auch die Hoffnung, mehr von den Mandelblüten zu sehen, wegen denen wir in die Pfalz gefahren sind und die sich bislang ziemlich erfolgreich versteckt haben.

Den Grund dafür hatten wir am Vorabend erfahren. Das Jahr startete recht warm womit die Mandelbäume entsprechend zeitig mit der Ausbildung der Blüten begannen, so dass die ersten schon früh im Februar zu sehen waren. Das führte zu entsprechend vollem Blütenstand im März und damit auch weit fortgeschrittenem Blühstand, so dass in den zwei Wochen vor unserer Reise durch den starken Wind sehr viele Bäume ihre Blüten verloren. Es schneite also Blütenblätter mit denen Straßen und Wege rosafarben und weiß bedeckt wurden und somit für ziemlich nackige Bäume sorgte.

Doch das Glück lies uns nicht im Stich. An manchen Straßen standen noch Mandelbäume mit weißen und rosa Blüten, so dass wir ein paar Fotos machen konnten, Mandeln aus dem Vorjahr fanden und von der Farbenpracht noch etwas sahen.

Idyllische Pfälzer Weindörfer

Es ging also zu Fuß in Richtung Ruine Burg Landeck. Eine der zahlreichen sehenswerten Burgen und Ruinen im und am Pfälzer Wald. Hierbei durchquerten wir viele bereits für die neue Saison aufbereitete Weinberge und wunderschöne Weindörfer die selbst ohne Blattwerk an den Weinreben toll anzusehen sind.

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Schmetterling auf Blüten

Vorbei an der St. Dionysius Kapelle ging es auch heute wieder über hügelige Landschaften mit vielen schönen Ausblicken und schließlich kamen wir oben auf der Burgruine an. Tolle Aussicht, eine urige Burgschenke und ein pfälzer Morio-Muskat Wein versüßten uns die verdiente Pause.

Zurück zur Unterkunft ging es über andere Wege und schließlich kamen wir gegen 15 Uhr wieder in der Ferienwohnung an. Es war zwar frisch bei maximal 13 Grad, doch die ganze Zeit hatten wir herrlichsten Sonnenschein. Auf den letzten Metern entschlossen wir uns, nach einer Reservierung eines Tisches für unser Abendessen zum Teufelstisch zu fahren.

Im Nieselregen zum Teufelstisch

An der Ferienwohnung angekommen wollten wir nun also zum Teufelstisch fahren. Da es den ganzen Morgen so schön war und die Sonne ihr Bestes gab, um frühlingsshafte Temperaturen zu erzeugen, hatten wir natürlich vor, das Dach vom Audi zu öffnen und die Brise zu spüren. Daraus wurde indes nichts.

Als wir das Haus verließen trafen wir unsere Vermieterin. Ein paar freundliche Worte gewechselt sagte sie auf einmal "es wird wohl gleich regnen". Unglaubwürdig schauten Birgit und ich uns an. Immer voller Optimismus war ich natürlich auch jetzt davon überzeugt, dass es sich nur um einen Irrtum handeln können und wurde eines Besseren belehrt. Kaum hatten wir das Hoftor durchquert fielen die ersten Tropfen. Also aus der Traum.

Das konnte uns die Laune trotzdem nicht vermiesen. Wir starteten durch und fuhren los. Am Parkplatz angekommen – man kann direkt unterhalb des Teufelstisches parken – hatte der Regen ein wenig nachgelassen. Also Jacke an und die paar Meter bis zu der faszinierenden Felsformation gelaufen. Dabei zeigte sich wieder, dass trübes Wetter auch seine Vorteile hat.

Die Zahl der Gäste war wirklich überschaubar und als wir oben ankamen waren nahezu keine Leute vor Ort. Das änderte sich zwar schnell als eine Gruppe mit vielen Kindern und unglaublich lauten Erwachsenen dazukam. Zu unserer Freude konnten wir davor schon Fotos machen und verließen das wirklich atemberaubende Wunder der Natur relativ zügig wieder.

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Teller mit Essen

Auf dem Rückweg besorgten wir noch etwas Proviant und fuhren schließlich zur Unterkunft zurück um vor dem Abendessen noch eine kleine Weinprobe bei unserem Vermieter und Weinbauer zu nutzen und dabei auch gleich noch ein paar Kartons Wein zu kaufen.

Zum Essen kehrten wir anschließend in der Weinstube Leonhard ein. Hervorragendes Essen, guter Wein, freundliche Bedienung, gute Preise und ein schönes Lokal bescherten uns einen wundervollen Abend.

Sonntag: Aussicht, Deutsche Geschichte und ein Abstecher nach Wissembourg

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Wendeltreppe
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Stäffelsbergturm

Mit dem Sonntag kam auch wieder die Rückreise. Doch anstatt direkt am Morgen den Heimweg anzutreten hatten wir uns auch für diesen Tag noch ein paar schöne Sachen überlegt.

120 Stufen auf den Stäffelsbergturm

Der Weg führte uns zunächst nach Dörrenbach, um von hier auf den Stäffelsbergturm zu steigen. Dieser 24 Meter hohe Aussichtsturm auf dem Stäffelsberg, dem Hausberg von Dörrenbach, bietet eine fantastische Aussicht auf das Rheintal, zu den Vogesen und in den Pfälzer Wald.

Anschließend schlenderten wir noch durch Dörrenbach. Der Ort hatte vor einigen Jahren die Auszeichnung "Schönstes Dorf der Pfalz" bekommen. So ganz können wir das nicht nachvollziehen, doch die Wehrkirche und das Rathaus – befindet sich leider gerade in Restauration – sind sehenswert.

Das Deutsche Weintor

Weiter ging es Richtung Frankreich und damit in die Vogesen beziehungsweise ins Elsass, um das Deutsche Weintor, was den Beginn der Deutschen Weinstraße in Schweigen-Rechtenbach darstellt, zu sehen. Obwohl es eine negative Vergangenheit hat, denn es handelt sich um einen Bau der Nationalsozialisten, der auch zu Propagandazwecken eingesetzt werden sollte, hat das Deutsche Weintor heute eine positive Bedeutung. Es ist das Wahrzeichen der 1935 als älteste Weintouristikroute entstandenen Deutschen Weinstraße und steht seit vielen Jahren für die Deutsch-Französische Freundschaft. Damit spielt es sowohl geschichtlich als auch kulturell eine wichtige Rolle.

Wissembourg, ein schöner Ort

Die letzte Station, bevor wir endgültig den Heimweg angetreten haben, legten wir in der französischen Stadt Wissembourg ein. Schöne Fachwerkhäuser, typisch französische Bistros, Patisserien und ein Fluss der die Stadt durchquert und mit seinen Bänken im Park zum Verweilen einlädt.

Defintiv sehenswert und im Sommer, wenn alles in voller Blüte steht, sicher noch um ein vielfaches schöner.

Heimweg

Was für ein prall gefülltes Wochenende. So viel gesehen, so viel erlebt, viel an der frischen Luft gewesen, neues rund um Kultur und Land gelernt, einfach toll. Mit vielen spannenden Eindrücken haben wir den Heimweg angetreten. Dieser führte uns ebenfalls wieder über Landstraßen zurück und beinhaltete eine für uns, bei der Überquerung des Rheins inzwischen obligatorischen Fährübersetzung.

Jetzt, knapp eine Woche nach unserer Tour, habe ich den Artikel fertig gestellt und kann sagen, dass es wirklich toll war. Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit werden wir auch im nächsten Jahr wieder die Mandelblüte in der Pfalz besuchen. Was wir dann unternehmen ist noch nicht sicher, doch es gibt noch viel zu sehen.

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