Es hieß dennoch um 4:20 Uhr aufstehen, eine Kleinigkeit essen, alles was noch nicht zusammengepackt war einsacken, das Auto beladen und los ging es. Vor der Abgabe des Mietwagens nochmal vollgetankt und dann direkt zum Flughafen. Die Übergabe des Autos verlief absolut reibungslos.
Koffer eingecheckt, noch ein wenig gewartet und dann ging es auch schon um 8:40 Uhr mit einer Bombardier DHC-8-400 auf in Richtung Terceira. Nur eine gute halbe Stunde später setzte der Flieger schon wieder zum Landeanflug an. Von der Insel selbst war zunächst nichts zu sehen, denn zwei dicke Wolkenschichten versperrten die komplette Sicht. Den Boden der drittgrößten Azoreninsel berührten die Räder schließlich um 9:15 Uhr.
Mietwagen mit Hürden
Der Flughafen von Terceira ist nochmal deutlich kleiner als Ponta Delgada. Also ab zum Mietwagenschalter, eine gefühlte Ewigkeit gewartet, weil nur ein Mitarbeiter anwesend war und dieser mit anderen Kunden umfangreich beschäftigt war. Als wir an der Reihe waren hieß es dann, wir wären zu früh – ganze 25 Minuten und immer wurde empfohlen, unbedingt pünktlich zu sein.
Angeblich, weil wir so arg früh dran waren, stand der für uns eingeplante Mietwagen noch nicht bereit. Es hieß, er würde noch gewaschen und dann könnten wir ihn übernehmen. Eine viertel Stunde später war es endlich soweit, oder jedenfalls dachten wir das. Der Schlüssel wurde übergeben und ich wurde rausgeschickt mit den Worten "geh dort zum Parkplatz und dann findest Du das Auto".
Sofort bin ich losgestiefelt und fand natürlich nicht den Mietwagen. Glücklicherweise sind auf den Parkplätzen immer Mitarbeiter anwesend und ich konnte einen ansprechen. Hier bekam ich die Info, der Mietwagen sei gar nicht auf diesem Parkplatz, doch ein anderer Mitarbeiter würde ihn sofort holen. Also den Schlüssel wieder übergeben, gewartet und gute drei Minuten später kam ein total demolierter, schmutziger Opel Crossland vorgefahren, den ich übernehmen durfte. Von außen schon eine Zumutung, war er innen nicht besser zurecht und stank dermaßen nach Duftbaum, dass ich mir das Atmen auf der Fahrt hin zum Flughafeneingang verkneifen musste.
Hier mal ein paar Eindrücke von dem ramponierten Karton.

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