Birgit und ich sind jedenfalls gut angekommen, wenn auch kräftig durchgeschwitzt, und freuten uns die bereits zahlreichen anderen Teilnehmer vorzufinden. Also schnell ein wenig frisch gemacht und ab in den Biergarten. Viele Gesichter kannten wir, einige wenige waren neu. Schnell kamen wir ins Gespräch und unterhielten uns, bis es offiziell Abendessen gab und im Anschluss der kommende Tag besprochen wurde. Wir erhielten das Roadbook, bekamen noch ein paar Hinweise zu den Sonderprüfungen und freuten uns auf den Start am Folgetag.
Am Samstag Morgen wurden noch die Fragebögen mit den Aufgaben für die Rallye ausgeteilt und im Anschluss sollte es um 9 Uhr losgehen. Die Sonne lachte, also Dach auf und alles weitere startklar gemacht. Alle waren aufgeregt. Die erste Prüfung musste gemeistert werden, mit dem rechten Hinterrad im Abstand von fünfzig Zentimetern an einem Holzpfosten anhalten. Gar nicht so einfach, unser Ergebnis betrug 74cm. Ob das jetzt gut oder schlecht ist muss jeder für sich entscheiden, ich fand es "in Ordnung".
Nach absolvierter Prüfung ging es los. Die Fragen zu den Sonderprüfungen auf die Kladde geklemmt, das Roadbook gezückt und ab die Post. Bereits nach wenigen Kilometern gab es eine erste Verwirrung, die Angaben im Roadbook waren etwas missverständlich und auch andere Teilnehmer wussten nicht so recht, wo genau es langgehen sollte, doch irgendwie fanden wir den Weg und es ging weiter.
Wie auch in den anderen Jahren musste regelmäßig Ausschau nach besonderen Gebäuden oder Abzweigungen zu wichtigen Wegpunkten gehalten werden. Nur wer hier genug Aufmerksamkeit walten lässt kann Fragen der Sonderprüfungen richtig beantworten. Nach etwa 24 Kilometern erreichten wir einen Parkplatz auf dem eine weitere Fahrprüfung anstand.
Zwei Holzpfosten mussten so nah wie möglich gestellt werden unter der Prämisse, dass wir mit dem Auto durchpassen, nicht zu viel Luft rechts und links bleibt und gleichzeitig der Abstand auch nicht zu klein ist, so dass wir gegen die Pfosten stoßen würden. Das ist schwieriger als gedacht und trotz des Gefühls, dass die beiden Pfosten bereits ziemlich nah beieinander stehen hatten wir am Ende noch in Summe aus dem Platz links und rechts des Autos 34cm Luft. Die Corvette ist halt schon ein wirklich zierliches Auto, jedenfalls in der Breite.
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