Direkt zum Inhalt

CCR 2024 – Classic Corvette Rallye Schwarzwald-Baar-Heuberg

veröffentlicht am Mi., 14.08.2024
geschrieben von Alexander Weißgerber
Inhaltsverzeichnis
2024
09.
Aug.
2024
11.
Aug.
Vom 09. Aug. 2024 bis 11. Aug. 2024

Zum dritten Mal waren wir dabei und es war wieder ein echt tolles Wochenende. Die Rede ist von der Classic Corvette Rallye 2024, welche in diesem Jahr im Schwarzwald-Baar-Heuberg Kreis angesiedelt war.

Hier gibt es einen kleinen Abriss zum Zusammentreffen mit vielen bekannten Gesichtern aus den Vorjahren als auch neuen Teilnehmern sowie der gefahrenen Strecke und den damit verbundenen Erlebnissen.

Seit dem Jahr 2022, also dem ersten Jahr in dem wir die Corvette besaßen, steht im August die Classic Corvette Rallye auf dem Programm. Eine Veranstaltung bei der regulär lediglich Corvette der ersten, zweiten und dritten Generation teilnahmeberechtigt sind. Die Anmeldung zu diesem Event findet in der Regel um die Weihnachtszeit statt und die vorhandenen 30 Teilnehmerplätze sind innerhalb kürzester Zeit ausgebucht.

Für alle, die bereits in der Vergangenheit teilgenommen haben ist der Anmeldeprozess einfacher sowie vorzeitig freigeschaltet und führt dazu, dass sich das Teilnehmerfeld aus vielen bekannten Gesichtern zusammensetzt. Das ist natürlich schön, denn man lernt mit der Zeit die Menschen hinter den Autos besser kennen und freut sich somit auch auf ein Wiedersehen im Folgejahr. Dennoch konnten auch in diesem Jahr wieder neue Corvette-Enthusiasten begrüßt werden.

Wie es die Natur der Dinge so will, sind bei entsprechend alten Autos auch immer mal Ausfälle während der Ausfahrt am Samstag oder gar auf dem Weg zum Veranstaltungsort hin zu verzeichnen. So auch in diesem Jahr. Als Resultat gab es neben einem Jaguar E-Type auch eine C4, eine C6 und einen Ford Mustang, die mit von der Partie waren. Für die Betroffenen ist ein Ausfall ärgerlich, doch die alternativen Fahrzeuge werden stets freundlich willkommen geheißen und waren auch in diesem Jahr sehenswert.

Birgit und ich sind jedenfalls gut angekommen, wenn auch kräftig durchgeschwitzt, und freuten uns die bereits zahlreichen anderen Teilnehmer vorzufinden. Also schnell ein wenig frisch gemacht und ab in den Biergarten. Viele Gesichter kannten wir, einige wenige waren neu. Schnell kamen wir ins Gespräch und unterhielten uns, bis es offiziell Abendessen gab und im Anschluss der kommende Tag besprochen wurde. Wir erhielten das Roadbook, bekamen noch ein paar Hinweise zu den Sonderprüfungen und freuten uns auf den Start am Folgetag.

Am Samstag Morgen wurden noch die Fragebögen mit den Aufgaben für die Rallye ausgeteilt und im Anschluss sollte es um 9 Uhr losgehen. Die Sonne lachte, also Dach auf und alles weitere startklar gemacht. Alle waren aufgeregt. Die erste Prüfung musste gemeistert werden, mit dem rechten Hinterrad im Abstand von fünfzig Zentimetern an einem Holzpfosten anhalten. Gar nicht so einfach, unser Ergebnis betrug 74cm. Ob das jetzt gut oder schlecht ist muss jeder für sich entscheiden, ich fand es "in Ordnung".

Nach absolvierter Prüfung ging es los. Die Fragen zu den Sonderprüfungen auf die Kladde geklemmt, das Roadbook gezückt und ab die Post. Bereits nach wenigen Kilometern gab es eine erste Verwirrung, die Angaben im Roadbook waren etwas missverständlich und auch andere Teilnehmer wussten nicht so recht, wo genau es langgehen sollte, doch irgendwie fanden wir den Weg und es ging weiter.

Wie auch in den anderen Jahren musste regelmäßig Ausschau nach besonderen Gebäuden oder Abzweigungen zu wichtigen Wegpunkten gehalten werden. Nur wer hier genug Aufmerksamkeit walten lässt kann Fragen der Sonderprüfungen richtig beantworten. Nach etwa 24 Kilometern erreichten wir einen Parkplatz auf dem eine weitere Fahrprüfung anstand.

Zwei Holzpfosten mussten so nah wie möglich gestellt werden unter der Prämisse, dass wir mit dem Auto durchpassen, nicht zu viel Luft rechts und links bleibt und gleichzeitig der Abstand auch nicht zu klein ist, so dass wir gegen die Pfosten stoßen würden. Das ist schwieriger als gedacht und trotz des Gefühls, dass die beiden Pfosten bereits ziemlich nah beieinander stehen hatten wir am Ende noch in Summe aus dem Platz links und rechts des Autos 34cm Luft. Die Corvette ist halt schon ein wirklich zierliches Auto, jedenfalls in der Breite.

Weiter geht es, wir durchfahren die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg, erkennen dabei einiges wieder und sehen Neues. Im April sind wir hier bereits durchgefahren und haben doch ganz andere Orte und Landschaften gesehen. Plötzlich stellen wir fest, dass doch gerade am Straßenrand ein Wegweiser auf eine Kapelle stand an der wir von einem Kreuz die Jahreszahl ablesen müssen. Die zwei vor uns fahrenden Corvetten bekommen es trotz Hupen nicht mehr mit. Wir indes zusammen mit der hinter uns Fahrenden machen auf der engen Straße Kehrt, fahren zurück zur Kapelle und können die Jahreszahl 1906 notieren.

Beim Einsteigen in die Corvette bin diesmal ich unaufmerksam und komme mit meiner linken unteren Wade an die Sidepipe. Nur kurz und doch lange genug, da durch Serpetinenfahrten auch hier der Auspuff entsprechend heiß wurde, also eine nette Verbrennung zugezogen. Eis, wie bei Birgit auf unserer Alpentour, gab es leider nicht, also musste ein angefeuchtetes Taschentuch reichen. Es brannte heftig, doch das kühlende Taschentuch war angenehm. Nach einer Weile Fahren kamen wir an eine weitere Station an der Informationen gesammelt werden mussten und an der wir auch wieder ein paar Teilnehmer trafen. Zu meinem Glück hatte Ricarda Bepanthen Salbe dabei, die ich auf die Brandwunde auftragen konnte.

Schnell war das jedoch vergessen, denn die Strecke, alles was es zu sehen gab und das anstehende Mittagessen im Garten eines weiteren Teilnehmers bereiteten genug Freude. Es gab gegrillte Würste, Brötchen, Kartoffelsalat, kalte Getränke und wer wollte durfte sogar in den Pool gehen um sich abzukühlen.

Nach dem Mittagessen ging es hinauf zur Wallfahrtskirche auf dem Dreifaltigkeitsberg bei Spaichingen. Eine tolle Strecke den Berg hinauf durch eine Obstbaumallee vorbei an Kühen und grünen Wiesen. Oben angekommen hat man einen fantastischen Blick, kann in der Wallfahrtskirche Buße tun und in der Gastwirtschaft etwas essen oder trinken und einfach die Pause genießen. Wir haben uns zusammen mit einem der beiden Erstteilnehmerpärchen unter einen Schirm gesetzt und etwas getrunken sowie die Aussicht genossen und natürlich Fotos geschossen.

Ab hier hieß es im Grunde schon Endspurt. Es ging weiter durch Blumberg, entlang schöner Landschaften und zurück nach Riedböhringen. Zurück waren wir etwa gegen 18 Uhr. Die Tour in diesem Jahr war länger als sonst. Insgesamt 240 Kilometer sind wir am Samstag gefahren, haben viel Neues gesehen und tolle Aussichten genossen. Zurück am Hotel sollten als letzte Sonderprüfung noch fünf verschiedene Fahrzeugflüssigkeiten nur anhand ihrer Viskosität und Farbe in kleinen Fläschchen richtig zugeordnet werden.

Leider gab es in diesem Jahr keine Gesamtauswertung zu den Fragen und Prüfungen, so dass wir nicht genau wissen, wir wir abgeschlossen haben. Am Abend gab es jedoch die Siegerehrung für den Teilnehmer, der die meisten Fragen richtig beantwortet und Sonderprüfungen am besten absolviert hat. Wir waren es nicht, doch das ist auch gar nicht schlimm, denn die Teilnahme allein hat schon super viel Spaß bereitet.

Am Sonntag Morgen ging es schließlich wieder heimwärts. So ein Wochenende ist doch schneller rum als man es zunächst annehmen mag, doch die Erinnerung an alles Erlebte bleiben und es war toll.

Unseren Rückweg schlugen wir anders als die Hinfahrt ein. Es ging noch zum Wasserschloss Glatt. Leider konnte uns das Schloss nur teilweise überzeugen. Es fehlte einerseits das Wasser im Schlossgraben, wodurch es nicht richtig als Wasserschloss identifiziert werden konnte und zudem war die Innenausstattung ziemlich dürftig und alles wissenswerte sehr trocken präsentiert. Wenigstens konnten uns ein paar der ausgestellten Kunstobjekte oder Bilder verschiedener Künstler überzeugen, so dass wir nicht ganz enttäuscht wurden.

Wir freuen uns nun schon auf das nächste Jahr und damit die nächste CCR. Wohin es geht steht natürlich noch nicht fest. Die Anmeldungen werden wieder um die Weihnachtszeit möglich sein, so dass wir uns noch solange gedulden müssen.

Die Classic Corvette Rallye

Jedes Jahr am zweiten August Wochenende findet die Classic Corvette Rallye statt. Eine Veranstaltung die nur für Fahrzeuge der ersten, zweiten und dritten Corvette Generation freigegeben ist.

Die Anmeldung startet in der Regel zum Jahreswechsel. Neue Teilnehmer sind stets willkommen, doch schnell sein ist wichtig. Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung findet ihr auf der offiziellen Webseite, die im Anschluss verlinkt ist.

Classic Corvette Rallye Webseite

Kommentare

Anmelden oder Registrieren zum Kommentieren.