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CCR 2023 – Das Jura, die französische Schweiz

veröffentlicht am Do., 17.08.2023
geschrieben von Alexander Weißgerber
Inhaltsverzeichnis
2023
11.
Aug.
2023
13.
Aug.
Vom 11. Aug. 2023 bis 13. Aug. 2023

Mit dem Kauf der Corvette hatten wir im letzten Jahr automatisch das Privileg, ohne großartige Bewerbung an der Classic Corvette Rallye teilnehmen zu können. Es hat uns so gut gefallen, dass wir auch 2023 wieder dabei sein wollten und so kam es dann auch, dass wir zusammen mit rund dreißig weiteren Autos am zweiten Augustwochenende wieder zur CCR fuhren.

Diesmal fand die Veranstaltung im Schweizer Jura, dem französischen Teil der Schweiz statt und bot wieder ein Wochenende voller schöner Bekanntschaften und Erlebnisse.

Letztes Jahr kauften wir die Corvette und hatten das Glück, durch den Vorbesitzer Jürgen an der Classic Corvette Rallye teilnehmen zu können. Eine Veranstaltung von Corvette-Enthusiasten für Corvette-Enthusiasten mit der einzigen Einschränkung, dass nur Fahrzeuge der ersten, zweiten und dritten Generation teilnehmen dürfen und die Zahl der teilnehmenden Autos auf etwa dreißig begrenzt ist.

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Classic Corvette Rallye 2023 / Plakette

Die Nachfrage ist groß und nur schwer kommt man als neuer Teilnehmer dazu, denn wer einmal dabei war möchte in der Regel auch in Zukunft mitfahren und meldet sich daher stets direkt zum offiziellen Anmeldebeginn an. Für Neulinge bleibt daher wenig Möglichkeit, einen der begehrten und begrenzten Plätze zu ergattern. Durch den oben beschriebenen glücklichen Zufallen konnten wir 2022 also  zum ersten Mal an der Classic Corvette Rallye in Sonthofen teilnehmen und waren sofort überzeugt, auch 2023 wieder dabei sein zu wollen.

Austragungsort: Die schöne Schweiz

Diesmal war der Austragungsort also das Schweizer Jura, ein Teil in der französischsprachigen Schweiz. Für uns ist die Schweiz immer eine Reise wert. Ein wunderschönes Land mit traumhafter Landschaft, alles ist sauber, lediglich Verkehrsverstöße werden hart geahndet und die Preise für alles was man so benötigt, sind nicht zu verachten.

Von den weniger attraktiven Seiten abgesehen freuten wir uns also schon seit der Anmeldung auf das bevorstehende Wochenende. Die meisten Teilnehmer kannten wir aus dem letzten Jahr und nach der Erfahrung mit der Strecke, dem Roadbook, den Aufgaben und der gesamten Planung konnte es nur toll werden.

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Corvette C1, C2, C3
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Drei Generationen Corvette auf dem Parkplatz in Pruntrut

Die Anreise

Freitag Mittag also wieder etwas früher Feierabend gemacht, die Taschen ins Auto gepackt und los ging es. Dummerweise hatten wir aus dem vergangenen Jahr offenbar wenig gelernt. Kaum waren wir auf der Autobahn A8 in Richtung Westen unterwegs, standen wir auch schon im berühmt-berüchtigten Stau bei Pforzheim, der Baustelle die scheinbar nie fertig wird.

Zu Beginn hielten sich die Temperaturen noch in Grenzen, doch bald wurde das Auto wieder wunderbar warm und wir schwitzten nicht schlecht. Glücklicherweise dauerte der Stau nur eine halbe Ewigkeit. Nachdem das überstanden war lief der Rest der Strecke erstaunlich gut. Ebenso erstaunlich waren die Temperaturen, die uns in der Schweiz erwarteten. Es wurde gefühlt immer heißer, je näher wir unserem Ziel kamen und somit waren wir bei der Ankunft komplett durchgeschwitzt.

Das Wichtigste jedoch, die Corvette ist wieder gelaufen wie ein Bienchen!

Abkühlung bei Ankunft

Zu unserer Freude gab es direkt kühle Getränke vom Hotelpersonal im le Terminus, so dass wir uns zunächst von innen akklimatisieren konnten. 

Also erstmal alle bekannten und auch unbekannten Gesichter begrüßt. Die Erinnerung an all die Namen war gar nicht so einfach, doch wie wir zu unserer Erleichterung erfuhren, geht es auch anderen so. Das alles tat dem freundlichen Empfang keinen Abbruch. Trotz, dass wir erst ein Mal dabei waren, konnten sich viele an uns erinnern und fanden es toll, dass wir auch in diesem Jahr Teil der Classic Corvette Rallye Gruppe waren.

Der Ablauf ist am ersten Nachmittag und Abend offenbar immer recht ähnlich. Zunächst ein allgemeines Beisammensitzen, anschließend die offizielle Begrüßung, dann das Abendessen und schließlich die wichtigsten Informationen für die bevorstehende Rallye am Samstag. Wie auch im vergangenen Jahr waren wir natürlich schon am Abend total gespannt, wie denn der Samstag ablaufen würde. Erfahrung hatten wir noch nicht wirklich, die Vorfreude und Aufregung waren jedoch groß und es sollte Klasse werden.

Der Tag der Rallye

Am Samstag Morgen begaben wir nach einem guten Frühstück um kurz nach 9 Uhr zum Auto. Die Sonne schien, es versprach ein schöner Tag zu werden. Also Dach von der Nässe der Nacht befreit, aufgemacht und alles weitere für die anstehende Rallye vorbereitet. 

Prüfung 1: Einen Meter fahren

Bevor die Tour richtig beginnen konnte hieß es, die erste Prüfung zu absolvieren. Die Aufgabe bestand darin, exakt einen Meter zu fahren. Also aus dem Stand heraus einen Meter das Fahrzeug vorwärts bewegen und anschließend wieder zu stoppen. Nicht schwer und doch eine Herausforderung bei der es die wenigsten Teilnehmer schafften, annähernd genau einen Meter zu fahren.

Doch wie auch letztes Jahr steht der Spaß im Vordergrund. Natürlich versuchen wir die Herausforderungen so gut wie möglich zu meistern. Sollte es dennoch nicht klappen, ist das kein Beinbruch und es zählt das Mitmachen.

Anschließend ging es los, in kleinen Gruppen entzerrte sich das Teilnehmerfeld und wir begaben uns auf Wegfindung entlang der im Roadbook beschriebenen Route. Hier konnte es also auch vorkommen, dass die falsche Richtung eingeschlagen wurde. Alles nicht schlimm und so gelangten wir sicher am zweiten Prüfungspunkt an.

Prüfung 2: Im Kreis fahren

Ebenfalls eine fahrerische Aufgabe musste wir auf einem Parkplatz bewältigen. An der Frontscheibe wird auf der Fahrerseite ein Saugnapf befestigt. An diesem hängt ein Faden der in etwa sieben Metern Entfernung an einer Stange befestigt ist. An dem Faden hängt ein Gewicht.

Die Aufgabe ist, mit dem Auto entgegen dem Uhrzeigersinn die Stange komplett zu umrunden und dabei das Gewicht am Faden nicht den Boden berühren zu lassen. Gleichzeitig sollte das so schnell wie möglich erfolgen. Insgesamt also auch keine komplizierte Aufgabe und dennoch durch den Zeitdruck nicht weniger herausfordernd.

Mittagspause

Die Prüfung war geschafft und wir zogen weiter. Dem Roadbook folgend kamen wir über schöne Landstraßen, durchquerten kurvige Abschnitte und landeten schließlich in einem normalerweise für den öffentlichen Verkehr gesperrten Tal. Wunderschön, grün, ruhig und Natur pur. Hier sollte es Mittagessen geben und natürlich auch wieder eine kleine Prüfung.

Prüfung 3: Schrauben eindrehen

Hierbei stand nicht fahrerisches Können sondern ein präzises Auge im Vordergrund. Es gab eine Platte mit verschiedenen Gewindebohrungen. In diese sollten unterschiedlichste Schrauben richtig eingeschraubt werden. Dafür hatten wir maximal 90 Sekunden. Innerhalb dieser Zeitvorgabe mussten so viele Schrauben wie möglich korrekt eingedreht werden.

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Weitblick
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Blick auf den Lac de Neuchâtel

Endspurt und die letzte Prüfung: Gewicht der Zündspule

Nachdem wir gut gestärkt waren hieß es den Endspurt anzutreten. Über Berge mit wunderschönen Aussichten ging es weiter. Langsam trübte sich der Himmel ein und kurz vor Erreichen des Hotels begann es schließlich sogar leicht zu nieseln. Am Ziel angekommen gab es schließlich die letzte Prüfungsaufgabe für alle Teilnehmer.

Wir sollten das Gewicht der Zündspule für eine Corvette C3 schätzen. Gewichte abschätzen ist nicht einfach. Auch wenn man als C3 Fahrer die Zündspule kennt, was wiegt das Teil denn bitteschön? Mancher lag mit seiner Schätzung gar nicht schlecht, andere vollkommen daneben. Auch wir konnten nicht die korrekte Lösung nennen und damit nur eine verringerte Punktzahl sichern.

Gemütlicher Abend

Den restlichen Abend verbrachten wir alle gemeinsam und hatten wir viele interessante Gespräche. Es wurden die Ergebnisse der Prüfungen ausgewertet, der Sieger der Classic Corvette Rallye 2023 gekührt und die ersten Details zur Veranstaltung im nächsten Jahr bekannt gegeben.

Abreise

Den Sonntag Morgen starten wir mit einem guten Frühstück. Im Anschluss fand bereits die allgemeine Verabschiedung statt. Die Teilnehmer machten sich nacheinander auf den Heimweg, jeder in seine Richtung, denn es war wieder sehr international und die Entfernungen damit auch stark unterschiedlich.

Birgit und ich wählten für den Heimweg den Weg über die Landstraße. Es ging durch den Schwarzwald, entlang des Feldbergs Richtung Donaueschingen bis nach Hause.

Die zweite CCR war ebenso ein super Erlebnis und ein wunderbares Wochenende. Wir kommen 2024 wieder und freuen uns schon jetzt, wieder auf bekannte Corvettefahrer zu treffen und gemeinsam schöne Stunden zu verbringen. 

Die Classic Corvette Rallye

Jedes Jahr am zweiten August Wochenende findet die Classic Corvette Rallye statt. Eine Veranstaltung die nur für Fahrzeuge der ersten, zweiten und dritten Corvette Generation freigegeben ist.

Die Anmeldung startet in der Regel zum Jahreswechsel. Neue Teilnehmer sind stets willkommen, doch schnell sein ist wichtig. Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung findet ihr auf der offiziellen Webseite, die im Anschluss verlinkt ist.

Classic Corvette Rallye Webseite

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